Astronomie, Dunkle Materie und eine Frau die dem Ganzen auf den Grund ging. Vera Rubin und der Beweis der Dunklen Materie.

Fast. Grundsätzlich aber in einer Glanzleistung großartige Vorarbeit auf dem Feld der Astronomie, Astrophysik und der Erforschung von Dunkler Materie.
Zweifelsohne eine Arbeit die einen Nobelpreis mehr als verdient gehabt hätte. So weit ist es jedoch nicht gekommen. Vera Rubin starb am 25. Dezember 2016 im Alter von 88 Jahren. Solltet ihr das nicht mitbekommen haben.

Vera Rubin – Dunkle Materie

Als Frau hatte man es zur damaligen Zeit nicht einfach sich auf einem solchen Gebiet zu beweisen. Dieses Problem begleitete sie ihr Leben lang. Im Studium, wie auch später bei ihren Forschungen.
Die Schwierigkeiten von Vera Rubin als Frau sollen aber eigentlich nicht den Grundsatz des Artikels bilden. Ferner ist er dafür gedacht den Nachruf im Golem.de Artikel zu kommentieren, welcher nicht kitschiger enden konnte.
Ein klasse geschriebener und gut recherchierter Artikel ist als Nachruf für die verstorbene Vera Rubin gedacht. Doch auf der dritten Seite des Artikels ging die Kreativität mit dem Autor durch. Vielleicht musste die Seite auch nur mehr gefüllt werden.

Das Nobelpreiskomitee als patriarchalisches Organ?

So wurde das Ende des Nachrufes zur Anklage des Nobelpreiskomitees. So haben sie, nach seiner Meinung nach, wieder die Chance verpaßt die arbeit einer Frau auf diesem Gebiet zu ehren. Wie weiter oben schon geschrieben, wäre der Nobelpreis sicherlich angemessen gewesen. Warum er nie verwirklicht wurde, wird wohl ein Geheimnis bleiben.

Doch der Autor legt noch einen drauf. So sollte Vera Rubin nicht die dritte, sondern besser die siebte, dreizehnte oder sechsundzwanzigste Nobelpreisträgerin geworden sein. Und das alles soll nur dadurch verhindert worden sein, dass das Nobelpreiskomitee die Arbeit der weiblichen Forscher ignorieren würde.

Tatsächlich besteht die Liste der Nobelpreisträger für Physik aus gerade mal 1% verliehenen Preise an Frauen. Nun kann natürlich spekuliert werden, wie so eine Statistik entstehen kann. Unbestreitbar ist auch, dass es früher für die Frauen nicht einfach bis unmöglich war einen solchen Status zu erlangen. Doch kann dies auch heute noch behauptet werden? Ich bezweifle dies.
Interessant wäre nun eine Liste aller „aktiven“ Physiker und demnach, wie die Verteilung auf Frau & Mann ausfällt. Das wäre zumindest ein guter Ansatz, wie hoch die statistischen Chancen für eine Frau wären sich gegen die männlichen Konkurrenz zu behaupten. Vielleicht ist der einzige Feind der Frau die Statistik und vielleicht weniger die unterstellte Feindselligkeit gegenüber des weiblichen Genius.

Dass Vera Rubin nichts davon gehalten hätte, wenn eine Frau nur aus dem einzigen Grund einen Nobelpreis für Physik bekommen würde, weil sie eine Frau ist, dürfte niemand anzweifeln.