Gestern hatten wir die seltene Gelegenheit wieder ins Kino zu gehen. Auf dem Spielplan standen eine Menge Kinderfilme.

Natürlich haben wir uns nicht dafür entschieden, sondern für einen Science Fiction Streifen mit dem Namen „In Time„.
Ein wirklich spannender Science Fiction Film mit einer gewaltigen Portion Gesellschaftskritik.

Jede Sekunde zählt!

Bei „In Time“ ist es nun möglich unsterblich zu sein oder dabei älter als 25 zu werden. Rein physisch. Natürlich hat alles seinen Preis, so auch die Unsterblichkeit. In der Welt von „In Time“ kostet alles Zeit – Lebensmittel, Miete, Busfahrt – alles wird mit der allgemein gültigen Währung Zeit bezahlt.
Kritisch wird es, wenn jemand sagt, dass er keine Zeit mehr habe. Ist die Zeit abgelaufen und kann nicht rechtzeitig übertragen werden, stirbt derjenige. Damit das möglich ist, sind die Menschen in dieser Welt genetisch manipuliert und haben einen Timer auf dem linken Arm, welcher ihnen stets die verbliebene Zeit anzeigt.

Unsterblich werden andere

Und dennoch gibt es Gesellschaftsschichten, welche nahezu unsterblich sein können sofern ihnen physisch nichts zustößt. Die Rechnung bezahlen die Unterschichten in Ghettos einer entfernten Zeitzone. Eine Situation, welche sich auch auf die Kapitalschichten unserer Welt nahtlos übertragen lassen. Letztendlich, gegen Ende des Films, gehen die Menschen auf die Straße, versorgt von gestohlener Zeit in Manier der Occupy Bewegung. Sie verlassen die Ghettos und gehen in andere Zeitzonen in denen mehr als genug Zeit für alle existiert.
Wirklich klar ist mir das dennoch nicht, womit sie ihre Zeit weiter auffüllen wollen wenn sie es sich nicht gerade gewaltsam von den Reichen holen.

In Time ist quasi ein modernen Robin Hood Märchen. Ein schöner Science Fiction Film mit tollen Szenen und überzeugenden Schauspielern. Sehenswert!