Krieg der Welten

Krieg der Welten, selbstverständlich keine Neuheit, aber immernoch sehr wohl wert drüber zu schreiben.
Bei Krieg der Welten, und ich spreche vom Remake, finde ich die Stimmung atemberaubend! Eine bizarre Welt, ein seit Ewigkeiten geplanter Schlag von außerirdischen Wesen die aktiv im letzten Zug Terraforming betreiben um die Welt endgültig für sie bewohnbar zu machen.

Die Erde als Mittelpunkt der Begierde nicht nur von reichen Ölmultis, Pharmaunternehmen oder der Rüstungsindustrie sondern auch von Wesen außerhalb der uns bekannten Welt die diese Erde begehren.

Als ich Krieg der Welten im Kino gesehen habe, haben mich vor allem die überdrehten Perspektiven überzeugt die die gewaltigen Größen der Invasoren deutlich machten.
Bei einem solchen Typus von Film läuft man auf jeden Fall Gefahr, daß die gesamte Storyline künstlich in die Länge gezogen wird wie es oft der Fall in Katastrophenfilmen der Fall ist.
Bei Krieg der Welten baut sich die Stimung zwar ebenfalls langsam auf, wird aber dennoch gekonnt von einzelnen, bedrohlich wirkenden Szenarien und Vorboten wie mächtigen Gewittern, Blitzen, Elektromagnetischen Einschläge in die Erde usw. in höchstem Maß einer Spannung gehalten.

Die Welt ist dem Untergang geweiht, die Menschen werden als Dünger verwendet beim oben erwähnten Terraforming,, sie haben ihren Platz auf der Erde verwirkt.
Und doch, wie man es natürlich erwartet (wieviele Filme ohne “Happy End” kennt man schon?), geht die Sache doch noch einmal für den Menschen zum Guten aus.
Die unscheinbarsten Lebewesen der Erde zerschlagen die Invasoren in Krieg der Welten quasi in einem Atemzug.
Was die menschlichen Waffen nicht erwirkt haben, haben Viren innerhalb kürzester Zeit geschafft die neuen Organismen zu infizieren, zu schwächen und letztendlich auszurotten.

[aartikel]B0009QR2RY:left[/aartikel]Krieg der Welten ist für mich persönlich fast schon eher eine Parabel zu unserer eigenen Welt und der daraus resultierenden Ohnmacht des Menschen die Natur sich gefügig zu machen.
Alles Leben auf der Welt konnte den Fortbestand nur durch Anpassung an die Gegebenheiten der Umwelt sichern. Erst der Mensch, als er sein Nomadenleben aufgab, began seine Umwelt an seine Bedingungen anzupassen und diese zu für sich zu nutzen. Eine Anpassung war dann nur noch geringfügig notwendig.
Dann aber Krankheiten, die Pest und die Ohnmacht etwas dagegen unternehmen zu können führen den Menschen wieder zurück auf den Boden der Erkenntnis: Du kannst nicht alles kontrollieren!

Modevirus HIV,  Schweinegrippe, Vogelgrippe und was da noch um sich greift.
Immerhin ein gutes Mittel um der Pharmaindustrie Milliarden in die Taschen zu schwemmen. Was wäre die Welt, wenn sie sich von den schlimmsten Gefahren der Krankheiten lösen könnte, wenn Medikamente für jedermann zugänglich wären zu realistischen Preisen? Nun, das führt alles am Thema vorbei.

Krieg der Welten, in einzelne Teile zerlegt und betrachtet, zeigt viele Facetten unserer Gesellschaft. Jenseits von Special Effects, Drehbuch und hollywoodmäßiger Manier entdeckt man einen sehr strikten Plott und eine Moral. Subtil analysiert wird es für jeden dennoch jedes mal ein anderes Ergebnis präsentieren.

Würde mich freuen von Euren Erfahrungen mit diesem Kunstwerk, sei es das klassische Hörspiel, die alte oder die neue Verfilmung, zu zu lesen!

Kommentar frei!

share save 171 16 Krieg der Welten