Liebe mit Robotern – ist es Betrug am Partner oder ist es das nicht?

Als ich den letzten Beitrag – Roboterliebe 2 –  und deren zukünftige Schnittstellen schrieb, so hatte ich hinterher eine Diskussion mit meiner Frau ob es denn gegen die Gesetze des Zusammenlebens verstoßen würde, so bekam ich einen bösen Blick ab und die Bestätigung, dass Liebe mit Robotern ebenfalls Fremdgehen wäre.
Dabei wäre es ja eher ein Werkzeug für einsame Stunden denn ein gleichwertiger Partner. Auch wenn dies sicherlich seine Vorteile hätte (ich hoffe, meine Frau liest den Beitrag erst nach dem Mittagessen. Ich bin mir sicher, dass für mich nächste Woche nur die Kantine übrig bleiben wird!)

Liebe mit Robotern – Betrug am Partner?

Wie passend war es dann, als ich auf den englischen Beitrag stieß, welcher genau dieses Thema behandelt hat und eine Abstimmung bereit hielt.
Nach dieser Abstimmung sehen wurde deutlich, dass meine Frau mit ihrer Meinung nicht alleine dastand.
Mit einer eindeutigen Mehrheit stimmten die Leser des Magazins ab, dass Liebe mit Robotern den tatsächlichen Tatbestand des Fremdgehens erfüllen würde.
Was ist nun mit jenen die die Hilfsmittel der Liebe verwenden? Ist jeder der ein Spielzeug verwendet gleichzeitig auch ein Fremdgeher? Theoretisch müßte man darunter sogar die eigene Hand qualifizieren.
Was macht Roboterliebe so gefährlich für die Menschheit? Würde dadurch nicht eher ein Populationsproblem gelöst werden, ganz ohne Risiken, Krankheiten und anderer Gefahren. Würden die Roboter, welche von ihrem Namen her schon dafür gedacht sind der menschlichen Rasse zu dienen, sich irgendwann auflehnen, oder würde man es dabei belassen sie als arbeitswillige Maschinen einzusetzen, ganz ohne eigenes Denken, Handeln und ohne Bewußtsein. Man erinnere sich nur an Blade Runner – ein genialer Film voller Gefühle. Auch zwischen Menschen und künstlichen (Über)Menschen.

Ich vermute mal, hier greift wieder der Uncanny Valley Effekt. Je menschlicher der menschliche Ersatz ist, umso größer die Angst davor. Toller Satz, nicht?

Quelle: Huffington Post