Matrix Erkenntnis Folgen

Mein letzter Beitrag über die Matrix, bzw. Computersimulation geht mir nicht aus dem Kopf.

Ich muss ständig daran denken was es bedeuten würde, würde man feststellen, dass das ganze Leben ein relativer Programmablauf ist und man lediglich die Variablen bis zu einem gewissen Grad ändern kann.
Es gibt Menschen, die nennen sowas Schicksal. Mit Schicksal wollte ich mich eigentlich nie zufriedengeben. Ich möchte mein eigener Herr bleiben.
Angenommen der Fall tritt ein, dass wir uns als Menschen dessen bewusst werden, dass wir in einer Matrix leben. Vielleicht nicht alle auf einmal, aber nach und nach zu der Erkenntnis kämen, dass die Welt in der wir Leben nicht “echt” ist.
Wobei echt dann wirklich relativ ist. Was unterscheidet die virtuelle und echte Welt in der Wahrnehmung? Bis man es erfährt, befindet man sich in der wahren Welt, spürt Schmerz, Freude, Trauer und andere Gefühle. Erfährt man von der Existenz der Matrix, wird sich an dieser Wahrnehmung auch nichts weiter ändern. Es bleibt alles beim Alten bis auf die Erkenntnis, dass es anders ist als man bisher gedacht hat. Leicht paradox, aber logisch.
Wie man sich danach verhält, ist jedoch eine andere Geschichte.

Höhlengleichnis und die Matrix

Nun ziehe ich doch wieder Plato her, da dort das Verhalten der “Unwissenden” und jener, welche es geschafft haben aus der Höhle ans Licht zu kommen, klar definiert wird.
Derjenige, welcher die Höhle, die Matrix, verlassen konnte, wird es nur für eine Weile tun und wieder zurückkehren um die anderen zu unterrichten, ihnen von der Welt draussen erzählen. Während diese sich die Welt weiter als Schattenspiel auf einer Leinwand anschauen, versucht der Erleuchtete ihnen zu helfen. Ohne Erfolg; er wird ins Lächerliche gezogen, verunglimpft und “aus der Gesellschaft entfernt”.

Offenbarung der Matrix heute

Würde dies nun in der Gegenwart passieren, würden Erleuchtete die Mitmenschen informieren, so würden sie nach dem gleichen Verfahren gerichtet werden. Ein Dilemma aus dem es keinen Ausweg gibt.

Kennt ihr den folgenden Film “Leben am Draht” (R. Fassbinder 1973) bzw. dessen Hollywood Nachfolger “The 13th Floor”? Dort geht es ebenfalls um den Fall einer simulierten Realität, zu Marktforschungszwecken. Doch nicht nur. Die Möglichkeit der Macht und des verantwortungslosen Vergnügens lockt die Erschaffer der Welt immer wieder in die Matrix und fällt dort auf. Bis schließlich einzelne Personen aufgeklärt werden, dass ihre Welt nur rein virtuell ist.
Doch gibt es jene, für die bleibt auch nach der Aufklärung die Welt wahr und werfen den Erschaffern lediglich vor, dass es nicht richtig ist, dass sie in ihre Welt eingriffen. Letztendlich stellt sich heraus (wer den Film unmittelbar sehen möchte sollte nun aufhören zu lesen), dass die Erschaffer der einen Matrix gar selbst in einer Matrix, also in einer weiteren Verschachtelung leben! Erst eine Ebene weiter befindet sich die “wahre” Welt, wobei man das Schema natürlich beliebig weiterführen könnte!

Die Idee des Romans, auf welchem der Film basiert, greift eigentlich jene Theorie und Berechnung auf, über welche ich im letzten Matrix Beitrag geschrieben hatte. Nämlich, dass es logisch ist, wenn wir irgendwann eigene Welten erschaffen.
Wie eine Matroschka, eine russische Steckfigur oder eine Zwiebel geht es immer weiter und weiter in die verschiedenen Welten (vielleicht sind damit auch Dimensionen gemeint?) hinein/hinab. Letztendlich kann man sich die Frage stellen:

Wann hat es begonnen, wann hört es auf?

Ich bin das Alpha und das Omega …

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