Auch wenn es als bestätigt gilt, dass der Quake 3 BOT Frieden eine Ente ist und so nie stattgefunden hat (es fängt ja allein schon bei der Vorstellung an, dass ein Game Server 4 Jahre ohne Absturz, Wartung etc. durchläuft ;), so hinterläßt es einen euphorischen Gedanken, dass es vielleicht sogar so passieren könnte.

Logik, Beobachtung, Anwendung empirischer Werte: 16 Bots, eine virtuelle Arena, ein Kampf um Leben und Tod: wer wird siegen, wer kann am längsten überleben und von seinen Erfahrungen profitieren?

Quake 3 Bots geben den Krieg auf und schließen Frieden

16 Bots wurden darauf programmiert den Gegner so schnell wie möglich zu erkennen und zu vernichten dabei jedoch nicht die Komponente des Lernens außer Acht zu lassen. Mit jedem Spawn einen Funken Erfahrung mitnehmen, länger überleben, dem Gegner überlegen zu werden. Doch was ist die Steigerung der Erfahrung, was wäre, wenn man eben jene 4 Quake 3 Bots tatsächlich mit ausreichend Erfahrungsmöglichkeiten, der Fähigkeit zum Lernen ausstatten würde?
Würden sie sich auf ewig bekämpfen? Keine Chance auslassen den eigenen, erlernten Vorteil auszuspielen, zu dominieren? Oder würden sie diese Erfahrung anders nutzen und friedliche co-existieren.
Genau das will der Erfinder der schönen Geschichte von friedlichen Quake 3 Bots erlebt haben:

Er erinnerte sich an den verwaisten Quake 3 Server und loggte sich ein, suchte nach den Bots. Er fand sie auch. Doch statt sich gegenseitig und ihn anzugreifen, standen sie still da, nahmen von ihm Notiz, unternahmen jedoch nicht die Spur zu den Waffen zu greifen und den Invasor auszutilgen.
Erst als der Spieler einen davon ums Eck brachte, so griffen sie zu den Waffen, vernichteten ihn und der Server stürzte ab.

Eine Allgeorie könnte man meinen, gar eine Zukunftsvision auf die Zerstörungswut der Menschen…

Warum die Quake 3 Bot Geschichte dennoch wahr sein könnte…

Obwohl jene Bots darauf programmiert waren den Gegner ins Jenseits zu schicken, so fehlen ihnen eine Komponenten, welche der Mensch bis zur Perfektion getrieben hat, wie Zorn, Neid, Hass = Emotionen
Emotionen –  das was wir Menschen als „Menschsein“ bezeichnen, die Gefühle die den Menschen ausmachen sollen, sind die trügerischen Eigenschaften des Menschen.
Solange der Mensch den Gefühlen unterliegt, so lange wird er niemals 100% rational denken können, niemals Objektivtät erreichen, niemals gleich mit seiner Umwelt sein. Ich glaube, der perfekte Mensch wird in Filmen und Visionen nicht zufällig als gefühlskalt dargestellt. Es ist unsere Vision vom Übermenschen, von einem rational denkenden Wesen der Zukunft.

Darauf gebracht hat mich gestern der Beitrag vom Doktor vom Doktorsblog. Sein Beitrag motivierte viele Besucher dazu eine außerordentlich philosophische Unterhaltung zu führen und dem Thema die würdige Anerkennung zu zollen.Ich möchte dem Chris auf keinen Fall die Show stehlen, sah aber das Forum der Beiträge als gesprengt an wenn ich all dies dort hineingeschrieben hätte.
Soll nicht heißen, dass ich mich nicht über Kommentare dazu freuen würde ;)