Dass die Sternwarten und Beobachtungsstationen immer wieder neue, größere, schwarze Löcher entdecken, ist keine Seltenheit. Eine Seltenheit hingegen ist die Entdeckung von SDSS J1106+1939 – ein schwarzes Loch gigantischer Ausmaße.

Dieses Schwarze Loch emittiert einige hundert Sonnenmassen pro Jahr und das mit einer ungeheuren Geschwindigkeit. Gegen dieses schwarze Loch wirken die bekannten Löcher wie winzige, unbedeutende Flecken in einem gigantischen Universum.

Entdeckt wurde dieses großartige Gebilde vom VLT – Very Large Telescope der ESO in Chile.

SDSS J1106+1939 – 100fache Strahlung der Milchstraße

Eigentlich kann man diese Strahlenmenge gar nicht fassen. Für menschliche Begriffe ist das etwas Gigantisches, etwas nahezu Unbegreifbares, dass es schon unheimlich wirkt.
8000 km/h schnell und mit einem Masseausstoß von 400 Sonnen in einem einzigen Jahr. Für meine Begriffe ist es gewaltig und ich bin mir sicher, dass ihr meine Ansicht teilen werden.
Der Phantast in mir schwelgt schon wieder in Science Fiction Gedanken und überlegt sich, welche Wechselwirkungen ein derart großes Instrument im Weltraum auf das gesamte Gefüge haben könnte, ja gar vielleicht deren Stütze oder Ursprung.
Eigentlich wissen wir über das Universum gar nichts. Die Wissenschaft bemüht sich um Lösungen und Gleichungen zum Verständnis des Universums und doch sind wir gerade mal auf dem Stand, dass wir in die Sterne blicken und nicht einmal die einfachsten Zusammenhänge sicher deuten können.

SDSS J1106+1939

SDSS J1106+1939

Zurück zu SDSS J1106+1939. Welche Erkenntnisse wird die Wissenschaft aus dieser Entdeckung, nach welcher sie nach eigener Aussage nach 10 Jahre gesucht haben, ziehen? Wird die Menschheit einen Blick in die Zukunft oder Vergangenheit vagen können?

Winziger Mensch, das kleine Universum des menschlichen Horizonts

Wie winzig müssen wir uns Menschen eigentlich vorkommen im Vergleich zu solchen Gebilden, gigantischen Quasaren und schwarzen Löchern? Wie unbedeutend unsere weltlichen Probleme im direkten Vergleich mit der Macht um uns herum.
Leser des Science Fiction Blogs werden sich über die philosophischen, wenig wissenschaftlichen Elemente in den Beiträgen nicht wundern – alle anderen, neuen Leser im Blog heiße ich herzlich willkommen und freue mich, dass ihr den Weg hierher gefunden habt.

„Schau hinaus, in weite Ferne, und erkenne dich selbst!“

Bildquelle: ESO