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Chip zur Gedankenmanipulation

Wie wäre es, wenn man von heute auf morgen Gehirne umprogrammieren könnte? Keine Gehirnwäsche, diese Methode ist veraltet und der Fernseher bleibt immer öfter aus.

Da muß etwas Neues her dachte man sich, etwas weniger subtiles, etwas womit man Gehirnströme auswerten kann wie einen Festplattenrecorder. Ein Chip welcher als Langzeitspeicher im Gehirn eingesetzt wird und als Interface zum down und upload von Gedanken und Erinnerungen, gar Verhalten genutz werden kann wurde in einer Universität in Süd Kalifornien scheinbar erfolgreich getestet.

gehirnmanipulation Chip zur Gedankenmanipulation

Gehirnmanipulation, noch heute bestellen, morgen sorgenfrei leben!

Das hätte sich gar Orwell nie eträumen können!

Sicherlich gibt es aber auch weniger massenkontrolltechnische Einsatzgebiete wie z.B. Traumabewältigung usw. Aber was wäre, wenn man alle Verbrechen im Voraus bekämpfen könnte indem gewalttätiges, schizoides Verhalten aus dem Programm oder den Erfahrungswerten gestrichen und überspielt würde? Schöne neue Welt, die Einsatzgebiete sind schier endlos. Oder die Vorratsdatenspeicherung vom Kurzzeitgedächtnis? Vielleicht läßt sich da auch einiges and verwertbarem Material zur Beweisführung aufzeichnen?

Quelle: Alexander Higgins

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1 comment - What do you think?  Posted by Sci-Fi - 26. Juni 2011 at 23:42

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3D gefühlsecht

Was an den ganzen Cyberkram nachteilig ist, ist daß man seine schlüpfrigen Seiten nicht anfassen kann.

Die Vorreiter der Schlüpfrigkeit, Japaner, sind da schon einen Schritt weiter und entwickeln ein fühlbares 3D Display.
Mit einem kleinen Sensor auf der Fingerspitze läßt sich das Objekt auf dem Display anfassen und fühlen etc.
Nur noch Düfte und Emotionen und wir sind im Gefühlskino ala 1984.

Fühlbares 3D Display

Ich habe mal ein paar Ideen gesammelt wie man ein derartiges 3D Display am sinnvollsten einsetzen kann, Spaßfaktor als Grundvoraussetzung:

  • Nacktscanner – die Nacktscanner eigenen sich besonders gut für das fühlbare 3D Display. Bei besonders detailierten Scans ist der Gefühlsfaktor des unbeobachteten Fummelns besonders groß
  • schlüpfrige, interaktive Angebote im Internet: kein weiterer Kommentar
  • die “anstupsen Funktion” von MySpace gefühlsecht umsetzen und weit realistischer machen
  • nun eigentlich reicht ja schon der erste und zweite Punkt der Anwedung von gefühlsechten 3D Displays, der Rest ist dann “nicht so wild”

Frage mich tatsächlich, wann es das erste Gefühlskino ala 1984 geben wird. Ich brauche definitiv eine Jahreskarte!
Nun mal fix etwas SOMA eingeworfen, ich fühle mich recht schlapp.

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Be the first to comment - What do you think?  Posted by Sci-Fi - 28. August 2010 at 14:23

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Mobile Nacktscanner, Superblitzer und Drohnen

In den letzten Tagen hört man allerhand neue Errungenschaften aus dem Bereich der totalen Überwachung.

So werden nicht nur, vorerst auf freiwilliger Basis, Nacktscanner auf ausgewählten deutschen Flughäfen getestet, die Mülleimer in England mit Chips versehen und der Müll der sozialen Gerechtigkeit wegen “ausgewertet”, in der Schweiz Superblitzer getestet die einen guten Berich von 500 Metern erfassen können (die Japner sind da etwas bescheidener, sie entwickeln nur eine Anwendung für Mobiltelefone die jede Bewegung des Mitarbeiters erfasst und auswertet), sondern nun rollen auch unscheinbare Trucks durch die USA die auf mobiler Basis Fahrzeuge scannen mit den üblichen Nacktergebnissen.

Die US-Regierung setzt im Inland mobile Nacktscanner ein. Das berichtet das Wirtschaftsmagazin Forbes in seinem Blog The Firewall

via golem.de – USA setzen mobilen Nacktscanner ein

Bald fliegen Drohnen durch die Gegend die Legitimation fordern, automatisierte Systeme die anhand unserer DNA bestimmen ob wir potentielle Straftäter sind, unser Unrat automatisch nach Krankheiten und Infektionen untersuchen und uns notfalls unter Quarantäne stellen oder gar gleich in einem Plastiksarg entsorgen zum Schutze der Allgemeinheit.

Diese Szenen sind so unglaublich, daß Sie tatsächlich eher in die Welt der Science Fiction verbannt gehören. Wer erinnert sich nicht an manche Szene aus Half Life: Polizeikontrollen, fremde Wesen, Massenkontrolle … oder “Sie Leben” der absolute Favorit in der düsteren, visionären Science Fiction … nicht zuletzt Bücher wie 1984, der Herr der Welt (obwohl ich hier meine Bedenken äußere, da man letztendlich dennoch nicht weiß, ob nicht doch die Welt besser geworden ist wenn auch mit den falschen Mitteln …).
Und solche Szenen sollten tatsächlich auch nur in der Phantasie und der Science Fiction bleiben. Dort gehören sie hin, sie sorgne für Gänsehaut und lassen uns erinnern wie angenehm das eigene Leben ist ohne solche Zustände.
Doch ist es wirklich so? Leben wir tatsächlich in einer einfacheren Welt, oder erkennen wir die Situation nur nicht auf Anhieb?

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2 comments - What do you think?  Posted by Sci-Fi - 26. August 2010 at 11:06

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Der Herr der Welt – Robert Hugh Benson

Die letzten Tage, wann immer etwas Zeit übrig war, las ich in dem beeindruckenden Endzeit Roman “Der Herr der Welt” von Robert Hugh Benson aus dem Jahre 1907, Herder Bibliothek 1960.

Wie üblich weise ich darauf hin, daß ich in meinem Bericht womöglich mehr verrate als es sein sollte. Gewiss werde ich das tun! Wer also beabsichtigt den Roman in naher Zukunft selbst zu lesen, der möge weichen oder schnell lesen und wieder vergessen *g*

Der Herr der Welt

Ein wirklich sondernbarer Endzeitroman, frühes 20. Jahrhundert, bildhaft geschrieben, geleitet von vielen Ängsten um das eigene Vergehen, um das Vergehen der Menschheit, über das Vergehen des Individuums und das der Religionen.
Am Anfang des Romans ist die Welt in der Angst in einem Feuer eines neuen Krieges unterzugehen, einem Krieg zwischen Ost und West, zwischen zwei Mächten die seit jeher Feind waren.
Eine düstere Stille herrscht vor, die Gemüter sind gespannt, ein Krieg scheint nahezu unabwendbar.
Wäre da nicht Julian Felsenburgh. Ein gekonnter Redner, Staatsmann, Saubermann – niemand weiß wirklich wer er ist, woher er kommt und was er für Ziele hat. Doch scheint die Person Felsenburghs die Menschen zum Frieden zu bekehren, motiviert sie Streitigkeiten sein zu lassen unter vollkommener, freiwilliger Selbstaufgabe und Unterwerfung dem neuen Ziels der Welt: dem Frieden und Gottwerden des Menschen.

Tatsächlich schafft Felsenburgh in einer kurzen Zeit den Krieg im letzten Augenblick abzuwenden. Ein Weltfrieden ist in greifbarer Nähe. Mehr noch, die einzelnen Staaten geben sich auf, bieten ihm ehrwürdige Ämter an ihrer Staatsspitze an. Aber erst nachdem die Völker sich unter eine übergeordnete Regierung stellen, willig Felsenburgh ein und wird zum “Herren der Welt” gekrönnt.
Niemand weiß mehr wie ihm ist. Der Eifer ist ausgebrochen, die Religion des Christentums gänzlich verdammt.
Der Frieden Felsenburghs ist der vollkommene Frieden eines Kommunismus, eine humanitärer Frieden die nicht auf das Individum ausgerichtet ist, sondern auf das Kollektiv; nicht Mensch, nicht Volk, nicht Staat sondern MENSCH.
Aller Eifer um Religion scheint ausgerottet. Doch, ehe die Menschheit sich versah, flammte der Religionseifer wieder auf; eine neue Religion ward geboren, die Religion um die Heiligkeit des Menschen. Der Mensch war Gott und hatte die Welt untertan! Und alles unter der Leitung Julian Felsenburghs.
Die Welt hielt den Atem an, noch war nicht alle Arbeit erledigt. Feinde des neuen Friedens lauerten überallt und bedrohten den frischen Weltstaat. Rom mußte vernichtet werden, die letzte Bastion, der letzte Widerstand der reliquirten Christen gegen die blasphemischen Kommunisten.
Das Ende der Welt schien unausweichlich, zumindest für die Gläubigen, ewig gestrigen Menschen die an die Übersinnlichkeit einer Gottes glaubten ohne ihre eigene Göttlichkeit zu erkennen.

Julian Felsenburgh – Person

Die Person des Julian Felsenburgh ist eigentlich, meiner Meinnung nach, eine Randerscheinung. Der Charakter des Herren der Welt wird nicht wirklich ausgeleuchtet. Er bleibt bis zum Schluß unbekannt.
Julian Felsenburgh ist der Befreier der Menschheit, ein gottgewordener Mensch, der Erlöser auf den so lange gewartet wurde, jener der den Frieden bringt und das Schwert begräbt (Vergleich eines erwähnten Jesus Zitates im Buch:” Ich bringe euch nicht den Frieden, ich bringe euch das Schwert…”). Damit wird impliziert, daß Felsenburgh der Antichrist ist, doch ist er tatsächlich das Böse? Smeine Motivation wird nicht verraten. Er krönnt den Menschen, hüllt sich in Schweigen, überläßt die Entscheidungen den Menschen, Räten und Gerichten. Niemand wird gezwungen neue Gesetze zu verabschieden, niemand wird in den Hass getrieben. Die Menschenräte der neuen Weltregierungen machen die Gesetze – Felsenburgh segnet diese nur ab, begrüßt höchstens die Bemühungen den Weltfrieden zu stabilisieren.

“Ach so, die neuesten Nachrichten, meine Herren. Nun, die zweihundert Flugschiffe hatten Kurs auf Rom. In London ist ein Komplott der Katholiken entdeckt worden…”

Kommentar zur nachkommenden Auslöschung Roms

Wie schon erwähnt: niemand weiß wer Felsenburgh ist, niemand weiß wo er sich im Augenblick befindet, doch reicht allein die Erwähnung seines Namens um Wallungen im Geiste der neuen Gläubigen auszulösen.
Erscheint er vor einer Menge, der biedere Mann in der Richterrobe (nachdem er die Herrschaft über die Welt angenommen hatte), so versinkt diese in Extase. Niemand kann sich dannach wirklich erinnern was für Worte gefallen sind, die Wahrnehmung ist gestört. Seine Worte werden nicht akkustisch empfunden sondern als Signal an die Seele seiner Zuhörer.

Und doch, auch wenn sich alles um Felsenburgh dreht, so empfinde ich, daß das Hauptaugenmerk des Buches nicht auf ihn abzielt sondern auf die Menschen. Wie schon erwähnt, hat Felsenburgh eher eine semi-passive Rolle in dem Geschehen. Er krönnt lediglich die neue Kultur, er macht sie nicht, sie wird von allen gemeinsam gemacht, zumindest von jenen Gleichgesinnten.

Die Reden von Felsenburgh werden nicht zitiert – lediglich die Empfindungen siner Zuhörer geben den Inhalt im Rahmen wieder.

Das Christentum – die Frage nach dem Sinn

Das Christentum wird hier einer Glaubensprüfung unterzogen. Auf der einen Seite steht der Frieden (zumindest bevor die Christenverfolgung einsetzt), einen Punkt den das Christentum niemals erreicht hat, auf der anderen der Wunsch zur Vereinfachung der eigenen Grundsätze und Dogmen.
Der Frieden ist einfach und selbstverständlich geworden, die neue Welt, der neue Führer sehr verlockend sogar für die höchsten Häußter der Kirche in “Herr der Welt”.
Im Roman wird auch bis zum letzten Augenblick die Frage nach dem Sinnd es Christentums nicht geklärt. Mit Absicht bleibt das Christentum ein Mysterium welches nicht den Sinn hat seine Geheimnisse zu lüften, sondern sich den Lehren und Grundsätzen zu beugen. Immer wieder wird auf das Zitat Jesu hingewiesen, auf das Schwer und nicht den Frieden. ein Stück Verbohrtheit einer Glaubensgemeinschaft.

Letztendlich ist die neue Religion der Welt, die humanitäre Religion, nicht so verschieden von der der Christen – wie der Autor in den Dialogen und Monologen oft selbst feststellt – eine Tatsache die es den dortigen Christen und anderen Gläubigen einfach macht die neue Religion zu akzeptieren und/oder sie sogar zu praktizieren.

Fazit

Die Welt ging nur für eine Glaubensgemeinschaft unter. Nachdem die letzten Hochburgen des Christentums ausgelöscht wurden, was jedoch mit einem Armageddon gleichgesetzt wird und die Märtyrer ins Jenseits hinaus begleitet, dreht die Welt ihre neuen, geregelten Bahnen weiter.
An dieser Stelle endet der Roman, und man kann sich nicht ausmalen wie es weitergeht. Eigentlich ist davon auszugehen, daß die Welt nun tatsächlich in ihrer humanitären Gemeinschaft in Frieden lebt. Es gibt keine Anzeichen dafür, daß das Ende der Welt tatsächlich eintritt. Ich lasse mich jedoch gerne eines Besseren belehren.

Im Großen und Ganzen ein sehr interessanter und spannender Roman voller dramatischer Bilder, gewaltiger Szenen und bildhafter Visionen von Utopien und Destopien.
Für Freunde der frühen Science Fiction im Stile von 1984 & Endzeit sicherlich ein zu empfehlendes Buch.

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2 comments - What do you think?  Posted by Sci-Fi - 18. Mai 2010 at 13:49

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