Von der Erde bis zur Erdscheibe in wenigen Stunden. Terry Prattchet – Strata. Bis zu dem Augenblick, da ich wieder ein Buch in die Hand genommen habe um es bewußt und unnachgiebig zu konsumieren, geschahen in der Tat seltsame Dinge. Eine Fügung könnte man meinen.

Unerwartet und mit einer „Männergrippe“, die wohl doch keine war, fand ich mich auf einer Vierbettstation im Krankehaus wieder.
Zu meinem persönlichen Erstaunen verzichtete ich jedoch darauf mir auch das vertraute MacBook Pro bringen zu lassen um die Zeit zu überbrücken (das Smartphone blieb, immerhin musste ich doch irgendwie „erreichbar“ bleiben …), sondern verlangte nach Büchern.
Ich wollte lesen.
Eine Eigenschaft wie ich früher mit Leidenschart erfüllte und tausende von Seiten verschlungen habe. Heute liest man sehr viel, ja, so denkt man. Pro Tag unzählige Zeichen. Jedoch, und da ist der Haken, im Internet. Foren, Anleitungen und Tutorials, Wissenswertes, Blogbeiträge, Unterhaltende Beiträge, noch mehr Zeugs und nicht zu letzt Dinge, auf die man ohne Internet erst garnicht käme.

Terry Pratchett – Strata – die Erde ist doch eine Scheibe!

Was wäre, wenn wir, die großen Schöpfer, welcher bisher kaum über den Tellerrand blicken können auf einmal feststellen, dass alles was da ist nur einem Zweck dient: uns einen künstlichen Sinn zu geben.
Die Rätsel der Welt, des Weltraums, des Unbekannten an sich nur eine große Darstellung damit wir uns nicht langweilen. Wie ein Spiegel bei einem Wellensittich. Ich denke, das kann man so am besten vergleichen: ein großer, goldener Käfig, eine künstliche Welt in der wir uns toll fühlen sollen.

Achtung: Spoiler zum Buch!!

Um dieses Thema geht es auch bei Terry Pratchett – Strata. Die Menscheit ist soweit, dass sie Welten erschafft für Siedler. Nicht Terraforming, sondern richtige, solide Bauweise einer neuen Welt. Inklusive vieler Geheimnisse für die zukünftigen Nachkommen der Siedler die irgendwann vergessen haben werden, dass diese Welt nicht immer so existiert hat, wie sie jetzt ist. Nicht zu vergessen: künstlerische Aspekte sind auch bei Weltenbauern nicht fremd. Kleine Hinweise, die dem Konzept widersprechen, werden heimlich in die sonst lückenlose Bauweise eingeschmuggelt.

Bestenfalls wird dieser „Fehler“ auch nicht entdeckt.

So auch bei Terry Pratchett – Strata. Es gibt mehr im Universum als sich die Menschen und Aliens im Buch vorstellen können. Warum dann nicht zum Beispiel eine flache Erde? Vergessen wir an dieser Stelle nicht, dass es genug Menschen auf der Erde gibt die darauf schwören, dass die Welt eine Scheibe ist. Warum denn auch nicht. Für jede Theorie findet man schließlich auch Beweise. Und da Theorien so lange ein Gespinnst bleiben, bis sie bestätigt, werden ist es auch legitim. An dieser Stelle mag ich eigentlich auch nicht zu viel verraten.

Im großen und ganzen ist die Idee hinter dem Science Fiction Roman von Terry Pratchett einfach genial. Stilistisch wirkt es stellenweise etwas holprig. Bei Strata handelt es sich um eines der ersen Werke von Terry Pratchett und es wurde 1981 veröffentlicht. Ich schließe jedoch nicht aus, dass es auch an der Übersetzung aus dem Englischen happert. Es finden sich auf jeden Fall genug Rechtschreibfehler drin. Aber ja doch, wer im Glaushaus sitzt und seine Blogbeiträge selten vor dem Veröffentlichen liest, sollte lieber den Ball flach halten.

Fazit: Terry Pratchett – Strata : ein tolles Buch! Hat kurzweilig für Spaß gesorgt!