So recht habe ich es nicht hinbekommen, diesen Blog so betreiben, wie ich es gerne hätte.
Gründe gibt es viele. Sie aufzuzählen macht allerdings keinen Sinn. Der Effekt bleibt der Gleiche: der Blog ist verwaist. Fast.

Was mich jedoch nicht davon abhalten sollte den zähesten Leser doch mit einem Beitrag zu überraschen. Wenn dieser auch alle paar Monate auftaucht. Eventuell macht auch dies den Reiz aus. Masochistische Science Fiction Blog Leser? Wer weiß, vielleicht ein neuer Trend.

Die heutige Motivation für einen neuen Beitrag…

bestand darin sich Gedanken zu machen, wie Tradition, Virtual Reality (VR) und die Moderne im Einklang stehen könnten.
Jeder kennt das Bild: eine traditionelle Lebensweise ist unbedingt mit einer Szene verbunden, die ein romantisches Bild aus der Vergangenheit widerspiegelt. Es bleibt dem Romantiker überlassen, welche Szene er sich darunter vorstellt und ob dies nun vor 100, 200 oder 300 Jahren stattfand.

Jean-François Millet, Die Ährenleserinnen 1857

Um das Ganze dann noch auf die Spitze zu treiben, findet man solche Bilder und Gedankengänge selten in Museen oder kulturellen Ausstellungen, sondern im Internet bei der Bildersuche, Blogbeiträgen und nicht zuletzt dem Social Media Riesen Facebook.

Kann Tradition und Moderne überhaupt im Einklang sein?

Der traditionelle Trachtenverein der all seine Paraden live streamt, der Nähclub der seine Schnitte im Blog präsentiert und über Monetarisierung die Anschaffung moderner Nähcomputer finanziert oder der Philanthrop der Computersysteme und Netzwerke nutzt zur Kategorisierung und zum Wissenstransfer mit anderen.
Sind diese Dinge nicht vereinbar? Eigentlich sind sie bereits im vollen Gange und nicht aufzuhalten. Wäre es wirklich so schlimm, wenn eine implantierte Sehhilfe verwendet würde, welche auch noch die Fähigkeit hat virtuelle Inhalte einzuspielen? Um beim Beispiel des Nähclubs zu bleiben: wie wäre es mit Linealen und Maßeinheiten die auf Wunsch über den zu schneidenden Stoff „geblendet“ würden?
Wäre das Ergebnis umso schlechter als mit „traditionellen“ Mitteln?

Ich frage mich, welche modernen Mittel ein Michelangelo genutzt hätte, oder gar ein da Vinci! Welche Möglichkeiten hätte er entwickelt, um mittels CAD seine Erfindungen in virtuelle Projekte zu verwandeln?

Die Tradition darf sich der Moderne nicht verwehren. Beide sollten vom Wissen und Fähigkeiten beider Seiten nutzen und damit auch die Zukunft gestalten.