Übermenschen: groß, gewaltig, stählern. Übermenschen werden meistens blond, blauäugig, geradlinig und mit sehr hoher Intelligenz gesegnet dargestellt.

Teil 1

Wer Watchmen noch nicht gesehen hat, was hier als Paradebeispiel angeführt wird, sollte nicht weiterlesen, weil es sehr viel vom Inhalt des Film verraten wird, sgn. „Spoiler“ ;) Allen anderen wünsche ich viel Spaß beim Lesen!

Übermenschen im Film

Watchmen und seine Übermenschen

Was ist der Übermensch? Welchen Stellenwert hat der stereotypische Übermensch in der Science Fiction und welche Stellung nehmen die Deutschen dabei ein?
Man muß nicht weit reisen in der Sciecne Fiction Mediathek um einen Film groß hervorzuheben: Watchmen, genauer der Charakter Dr. Manhatten gefolgt von Ozymandias (Adrian Veidt), dem Pseudobösewicht in Watchmen.
An dieser Stelle sollte man auch erwähnen, daß die Helden in Watchmen zwar stark, gewieft und ihren Feinden überlegen sind, jedoch keine Superkräfte haben ausgenommen Dr. Manhatten der ein Übermensch per se ist. Diese Eigenschaft entfernt ihn auch zusehendst von seiner Spezies Mensch und stellt ihn über alle Dinge.

Oben erwähnt, wollte ich auch auf die Definition des deutschen Übermenschen charakteristisch eingehen. Es macht wenig Sinn Dr. Manhattan einzubeziehen, dieser steht, wie oben ebenfalls geschrieben, über allen Dingen.

Adrian Veidt – Ozymandias – Übermensch per definitionem.

Adrian Veidts (Schauspieler Matthew Goode) äußeres Erscheinen: blond, geradlinig, der intelligenteste und reichste Mensch der Welt (seinen reichtum verdankt er nicht zuletzt seiner Tätigkeit als Superheld, seiner Intelligenz und einer ausgeklügelten Marketingstrategie) in Watchmen. ein Idealist mit Zielen, bereit alles zu opfern damit das Ziel erreicht werden kann.
Der deutsche Übermensch könnte man meinen, nicht zuletzt wegen dem komplett deutschen Namen.
Die Schöpfer von diesem Charakter spiegeln jedoch auch einen historischen Aspekt des deutschen wieder: die böse Seite Veidts welche ihn zum Pseudobösewicht in Watchmen macht: er will die Welt einen, sie retten indem er sie zunächst in Schutt und Asche legt um einen Neuanfang zu beginnen. Ein klares Statement des Schöpfers von Veidt über sein Bild des deutschen Superhelden, eines deutschen Übermenschen.

Der deutsche Übermensch bei Watchmen, Adrian Veidt

Umso mehr hat mich das Ende überrascht: sein Plan wird nicht vereitelt, die Welt erfährt seine Grausamkeit wie geplant – Dr.Manhattan wird als der Bösewicht angesehen (dieser verweilt gerade auf dem Mars und Philosophiert über das Leben – später deutet er an, daß er vielleicht irgendwo im Universum Leben erschaffen wird – nachdem er seiner Spezies abgesagt hat -> Gottmensch Dr.Manhattan), und die Rehabilitierung von Adrian Veidt.

Hierzu eine kurze Zusammenfassung der entscheidenden Szene, nachdem der Angriff auf die Menschheit erfolgt ist.
Die Szene spielt übrigens im ewigen Eis wieder (eine weitere Anspielung auf deutsche Superhelden, Geheimbasen im ewigen Eis, Haunebu Landeplätze usw.):

Silk Spectre No.2 (die Tochter von Silk Spectre) konnte ihren ehemaligen Lebensgefährten Dr.Manhattan überreden vom Mars zurück zu kehren und die Welt zu Retten. Dieser Gottesmensch hätte auch von Veidt, Manhattans Freund eigentlich, nicht aufgehalten werden können – und er machte sich darüber auch keine Illusionen. Nun kommt jedoch die drastische Wende: Veidt zeigt was er damit erreicht hat – es herrschte Frieden auf der Erde, erkauft durch unzählige Tote durch den verübten Anschlag.

Ein Gewissenskonflikt, der Preis ward bezahlt worden, und der Effekt war positiv. Es gab keine Möglichkeit den Anschlag rückgängig zu machen, jedoch die Welt wieder ins Verderben zu stürzen, vielleicht in ihren endgültigen Untergang.
Dr. Manhattan war sich dessen bewußt. Durch seine Übermenschlichkeit war es ihm möglich unbefangen drüber nachzudenken und zu entscheiden, daß der Preis es wert war gezahlt zu werden. Dem Menschen wurde eine neue Chance gegeben.
Er entschied sich zum Rückzug, er würde nichts dagegen unternehmen.

Nicht so der rechtsbewußte und idealistische Rorschach: er wollte damit an die Öffentlichkeit gehen (nach seinen geheimen Tagebüchern wird auch die Story des Films gezeichnet). In seinem Rechtsbewußtsein mußten die Morde auch trotz des Erfolges gesühnt werden und waren mit nichts zu rechtfertigen.
Letztendlich varporisiert Dr.Manhattan seinen Freund und ehemaligen Superhelden Kollegen für die gute Sache und etnzieht sich dem Menschen für immer.

Was dannach kommt ist: eine friedvolle Welt, es gibt nicht einmal etwas in den Medien zu berichten was aufregend genug wäre, keine Kriege, keine schlechte Welt. Bis einem Reporter die Tagebücher von Rorschach in die Hände fallen. Damit endet auch der Film.

So, frühstücken! Ich werde den Artikel auf jeden Fall weiter fortsetzen! Wem er gefallen hat, der möge wiederkehren :)